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Soziale Stadt und Zusammenleben

(Neue) Nachbarschaft

Skizze eines Forschungsfelds


Nachbarschaft polarisiert. Das hat verschiedene Ursachen: Zum einen fühlt sich jeder – nicht ganz zu Unrecht – als Nachbarschaftsexperte mit Erfahrungen, deren Narrative von Anonymität bis zu Freundschaft reichen können. Schnell werden diese Erfahrungen verallgemeinert und mit viel Leidenschaft zu Gesellschaftsdiagnosen mit Allgemeingültigkeitsanspruch erhoben. Es werden Szenarien aufgespannt, die eine sich auflösende, erodierende Gesellschaft der "Ichlinge" skizzieren oder die eine Renaissance intensiver Gemeinschaftlichkeit – "wie auf dem Dorf" – für wahrscheinlich halten. Diskussionen über Nachbarschaft sind deshalb fast immer normativ aufgeladen. Es geht oft um "gute" Nachbarschaft, altruistische Unterstützungsleistungen, um den Nachbarschaftsstreit, der nicht selten vor Gericht landet, oder um soziale Kontrolle, der sich der eine entziehen möchte und die die andere zu schätzen weiß. Die vhw werkSTADT Nr. 23 zeichnet ein Verständnis seit dem Entstehen von Nachbarschaft bis zum heutigen Fachdiskurs nach und unterstützt somit das Thema in seiner neuen gesellschaftlichen Rolle.


Weitere Informationen

Details

  • Ausgabe: 23
  • Jahr: 2018
  • Umfang: 13
  • Ort: Berlin

Autor:innen

  • Prof. Dr. Olaf Schnur
    Bereichsleiter Forschung

Nutzungsrechte

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