Local Open Public Space – Kommunikationsinfrastrukturen für die lokale Demokratie
Digitale Plattformen, wirtschaftlicher Druck auf Verlage und die Zersplitterung der Mediennutzung lassen die gemeinsame lokale Öffentlichkeit erodieren – mit Folgen für demokratische Meinungsbildung. Die Studie des vhw untersucht, wie dieser sozio-technische Wandel lokale Informations- und Kommunikationsstrukturen verändert. Dazu verbinden die Autorinnen und Autoren eine breite Literatur- und Datenanalyse mit Fallstudien in Essen, Wuppertal und dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, wo Verwaltungen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger befragt wurden. Besondere Herausforderungen zeigen sich beim Lokaljournalismus, beim ambivalenten KI-Einsatz sowie bei fragmentierten Medienrepertoires – also den je individuellen Medienmixen der Menschen. Als Lösung schlägt die Studie einen Local Open Public Space vor: eine dezentrale, gemeinwohlorientierte digitale Infrastruktur, die alle lokalen Akteure vernetzt und so demokratische Teilhabe sichern soll.
Weitere Informationen
Details
- Ausgabe: Nr. 53
- Jahr: 2026
- Umfang: 131
- Ort: Berlin
- ISBN: 978-3-87941-871-8
Autor:innen
- Prof. em. Dr. Otfried Jarren
Universität Zürich - Prof. Olaf Jandura
Hochschule Düsseldorf - Gregor Meyer
Hochschule Düsseldorf - Dr. Silke Borgstedt
SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH - Prof. Dr. Christoph Neuberger
Weizenbaum Institut & FU Berlin - Bernd Hallenberg
Nutzungsrechte
© vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers.