Flüchtlingsunterkünfte: sozialräumliche Konflikte und dialogische Beteiligung
Der Wunsch auf Teilhabe und Mitwirkung der Bürger und Zivilgesellschaft an den Prozessen der integrierten Stadtentwicklung entfaltet sich häufig entlang gesellschaftlicher Konfliktlinien (vgl. Grande 2018), insbesondere dann, wenn sich Konflikte sozialräumlich niederschlagen. Eine solche Herausforderung für die Stadtgesellschaft stellt die Unterbringung und Integration von geflüchteten Menschen dar. Betrieb und Neubau von Flüchtlingsunterkünften werden häufig von Auseinandersetzungen mit stark polarisierten Einstellungen begleitet, auch aufgrund der unmittelbaren lokalen Betroffenheit. In Annäherung daran werden wir in diesem Beitrag zunächst die Notwendigkeit der Errichtung und des Betriebs von Unterkünften für Geflüchtete erörtern und auf die Polarisierung zwischen den Einstellungen verschiedener stadtgesellschaftlicher Milieus beim Thema Zuwanderung und Integration zu sprechen kommen. Dies insbesondere mit dem Ziel, die Bedeutung von gleichberechtigten dialogischen Beteiligungsprozessen auf Augenhöhe zu unterstreichen.
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Details
- Ausgabe: 65
- Jahr: 2024
- Umfang: 17
- Ort: Berlin
Autor:innen
- Dr. Thomas Kuder
Seniorwissenschafter - Dr. Kristina Seidelsohn
Seniorwissenschaftlerin
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